Praxisorganisation

Sprechzimmer Praxis Frau Dr. Nuvoloni-Buhl

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

aus persönlichen Gründen und altersbedingt hatte ich seit April 2021 meine berufliche Tätigkeit deutlich reduziert.

Inzwischen befinde ich mich im Ruhestand, kümmere mich jedoch noch um eine kleine Anzahl Stammpatientinnen und -patienten, die sich in laufender Behandlung befinden. Neue Patienten nehme ich nicht mehr an.

Folgende Leistungen biete ich NICHT mehr an: Akutbehandlungen und Hausbesuche.

Individuelle Impfberatungen nehme ich nur noch bei Patient*innen meiner Praxis vor.

Ehemalige Patient*innen meiner Praxis, die keinen aktuellen Therapieplatz haben, berate ich natürlich weiterhin bei Fragen, wenn diese ohne großen Zeitaufwand beantwortet werden können. Allen Ihnen danke ich von ganzem Herzen für das Vertrauen, dass Sie mir über viele Jahre entgegen gebracht haben! Auch dafür, dass ich so viel von Ihnen und mit Ihnen lernen durfte!

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mir nicht bekannte Patient*innen nicht individuell ärztlich beraten und ihnen auch keine Impfunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen kann.

 

Coronavirus

yin yan

 

Aktuelle Lage

Zwar verlaufen die meisten Infektionen mild. Von schweren Verläufen sind vorwiegend alte und chronisch kranke Menschen betroffen. Jedoch gibt es immer wieder Fälle von jüngeren, gesunden Menschen, die auch schwer erkranken, ggf. beatmet werden müssen und Folgeschäden erleiden, im schlimmsten Fall auch sterben. Inzwischen weiß man, dass das SARS-CoV2-Virus verschiedene Organe befällt und auch bei leichteren Verläufen oft lange Zeit Veränderungen dieser Organe nachweisbar sind. Auch gibt es immer mehr Menschen, die viele Monate lang an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung leiden, auch wenn sie nicht hospitalisiert werden mussten.

Durch die Omikron-Variante ist in den nächsten Wochen mit einer sehr starken Erhöhung der Infektionszahlen zu rechnen, da diese ca. 37 x ansteckender ist wie die vorigen Varianten.

 

Argumente für Impfungen gegen Covid-19

Seit März 2021 bin ich, trotz meiner jahrzehntelangen Ablehnung von überflüssigen, schlecht wirksamen, schlecht verträglichen oder vermeidbaren Impfungen ein klarer Befürworter der gegen Covid-19 in Deutschland zugelassenen Impfungen! Hier meine Gründe:

  • Eine Erkrankung an Covid-19 kann jeden treffen und für niemanden ist es ausgeschlossen, daran schwer, lang und ggf. tödlich zu erkranken. Natürlich steigt das Risiko mit dem Alter und der Zahl der chronischen Erkrankungen und die meisten jüngeren Erkrankten überstehen die Infektion. Dennoch: Covid-19 ist keine einfache Grippe!!! Die Übersterblichkeit (eine statistische Größe, die aussagt, wieviel mehr Menschen pro Jahr verstorben sind, als durchschnittlich zu erwarten gewesen wäre) beträgt seit der Corona-Pandemie ca. 50.000 zusätzlich Verstorbene pro Jahr. Zum Vergleich: die schwere Grippeepidemie von 2018 führte zu einer Übersterblichkeit von ca. 25.000 zusätzlich Verstorbenen. Mit der zu erwartenden Omikron-Welle mit wesentlich höherer Ansteckungsfähigkeit des Virus werden die derzeit gesunkenen Inzidenzen wieder hochschnellen, wenn nicht ein Bündel von sinnvollen Gegenmaßnahmen konsequent umgesetzt wird. Hierzu gehören auch die Impfungen gegen Covid-19.
  • Auch wenn es die Impfungen noch nicht lange gibt, so wurden sie inzwischen aufgrund der pandemischen Lage weltweit millionenfach geimpft. Auch sehr seltene Nebenwirkungen (Allergien, Thrombosen, Herzmuskelentzündungen) konnten so erkannt und erfasst werden; und das wurde auch kommuniziert.
  • Die Wirkung der meisten hiesigen Impfstoffe ist sehr gut, was die Vermeidung lebensbedrohlicher Krankheitsverläufe betrifft (ca. 90%). Nach ersten Erkenntnissen scheint dies auch für Omikron zu gelten, sofern man geboostert ist (3. Impfung zur Verstärkung der Immunität).
  • Menschen mit aktuellem Impfschutz steckten sich bisher 10 x seltener mit Covid-19 an wie Ungeimpfte und können es demzufolge auch wesentlich seltener auf andere übertragen. Aktuelle Zahlen zu Omikron müssen abgewartet werden.
  • Abgesehen von den o.g. sehr seltenen Nebenwirkungen sind die Impfungen gut verträglich bis auf harmlose, kurzdauernde Fieberreaktionen, Schmerzen oder vorübergehende Hautausschläge.
  • Die Impfungen machen nicht unfruchtbar und haben zu keinen gravierenden Komplikationen während Schwangerschaften geführt. Schwangerschaft ist übrigens ein Risikofaktor für schwere Covid-19-Verläufe.
  • 80-90% der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft
  • Sehr bedenklich ist die jetzt schon eingetretene Überlastung von Krankenhäusern und Intensivstationen durch die vielen Covid-19-Patienten! Daher muss einem erneuten Anstieg der Inzidenzen mit allen Mitteln entgegengewirkt werden. Oft höre ich das Argument, die Krankenhäuser wären ja schon seit vielen Jahren personell in einer prekären Situation und man sehe sich nicht in der Verantwortung, dem jetzt durch eine Impfung entgegen zu wirken. Ersteres ist natürlich richtig und gehört dringend verbessert!!! Dies ist allerdings ein langer Prozess, darauf kann man in der jetzigen Situation nicht warten. Jetzt ist jeder von Ihnen gefordert, seinen Beitrag zu leisten, z.B. indem er/sie sich impfen lässt.

 

Fake-News zu den Impfungen

Diese werden teilweise sogar von Ärzten und einzelnen Wissenschaftlern verbreitet. Besonders beliebt ist die Strategie, einzelne Studien nur in Auszügen und aus dem Zusammenhang gerissen zu zitieren. Oft wird die Aussage der Studie dadurch tendenziös um 180 Grad verdreht und falsch wiedergegeben.

 

Gründe, eine Impfung gut abzuwägen

Einige von Ihnen haben Erkrankungen/Vorerkrankungen, bei denen nach heutigem Wissenstand noch nicht 100 %-ig ausgeschlossen werden kann, dass sich eine Impfung (auch gegen Covid-19) ungünstig auf den Gesundheitszustand auswirkt. Leider sind aus genau den gleichen Gründen solche Patienten aber in besonderem Maße von einer Covid-19-Erkrankung bedroht. Daher stecken die Patienten und auch ich als beratende Ärztin in dem Dilemma, was das geringere Übel ist: impfen oder die Erkrankung riskieren? Als die Inzidenzen noch niedrig waren, konnte man hoffen, mit guten Schutzmaßnahmen und ausgewählten Sozialkontakten der Erkrankung zu entgehen.

Das hat sich inzwischen wieder geändert. Leider wird es auch nicht damit getan sein, den kommenden Winter noch einmal daheim „auszusitzen“. Das Virus wird sich nicht ausrotten lassen; die Bevölkerung kann damit aber langfristig gut leben ohne katastrophale Situation auf den Intensivstationen und immer wiederkehrenden Lockdowns, wenn ein möglichst hoher Anteil der Menschen geimpft ist! Zwar kann man auch mit Impfung erkranken und auch kurze Zeit ansteckend sein, aber der Krankheitsverlauf ist bis auf wenige Ausnahmen nicht lebensbedrohlich.

 

Was können Sie noch tun, um sich und andere zu schützen?

Mit zunehmender Erfahrung stellt sich heraus, dass der korrekte Gebrauch der Maske doch wesentlich besser schützt, als anfänglich gedacht. In Erwartung der Omikron-Variante, empfehle ich das konsequente Tragen einer FFP2-Maske bei allen Kontakten in Innenräumen außer der eigenen Wohnung. Besteht ein Ansteckungsverdacht innerhalb der Familie, evtl. sogar dort. Soweit möglich, sollte zusätzlich die Abstandregel eingehalten werden und die Hände häufiger mit Seife gewaschen oder desinfiziert werden. Außerdem ist Stoßlüftung von Innenräumen zu empfehlen.

Es ist inzwischen gesichert, dass sich das SARS-CoV-2-Virus nicht nur über Tröpfcheninfektion, sondern v.a. über Aerosole ausbreitet. Das ist besonders tückisch, da diese nicht sichtbar sind und auch aus einer Maske entweichen können. Einfache Faustregel: je mehr Leute sich in einem geschlossenen Raum aufhalten, je kleiner dieser Raum ist, je schlechter er belüftet ist und je länger die Menschen sich dort aufhalten, desto mehr steigt die Viruskonzentration in der Luft und damit das Infektionsrisiko an!

Vermeiden Sie Menschenansammlungen, v.a. in geschlossenen Räumen.

 

Schnelltest oder Selbstest

Beide haben leider eine hohe Fehlerquote. Nach neuesten Erkenntnissen werden sogar nur die Hälfte der Infektionen erkannt, da das Virus in den Sekreten wesentlich geringer vorhanden ist wie in der Ausatemluft. Diese ist aber der hauptsächliche Ansteckungsweg! Dennoch ist das Testen sinnvoll, doch Sie sollten sich nicht in falscher Sicherheit wiegen nach einem negativen Schnelltest und die o.g. Hygienemaßnahmen vernachlässigen. Das gilt natürlich auch für Geimpfte, auch wenn deren Wahrscheinlichkeit, infiziert zu sein, deutlich geringer ist.

 

Medikamente gegen Covid-19

Glücklicherweise werden jetzt gut wirksame Medikamente zur Behandlung der Erkrankung entwickelt. Allerdings sind diese teilweise noch nicht zugelassen/nicht in Deutschland erhältlich bzw. kommen nur bei ausgewählten Erkrankten zum Einsatz. Daher werde ich das Thema erst wieder aufgreifen, wenn die Entwicklung weiter fortgeschritten ist.

 

Homöopathische Behandlung von Covid-19

Auch hier liegen inzwischen weltweit viele Erfahrungen vor. Eine korrekt durchgeführte Behandlung durch erfahrene homöopathische Ärzte kann sogar bei schweren Verläufen sehr gut wirksam sein! Allerdings ist dafür auch eine entsprechende Infrastruktur erforderlich. In Indien gibt es z.B. einige homöopathische Kliniken, welche die komplette schulmedizinische Diagnostik einsetzen, die stationären Patienten intensiv rund um die Uhr betreuen und  ggf. auch Sauerstoff und Atemhilfen anwenden. Unter diesen Bedingungen kam es zu erfolgreichen Behandlungen auch schwerkranker Patienten mittels homöopathischer Einzelmittel. Leider sind diese Bedingungen in Deutschland nicht gegeben. Daher werden hier meist Patienten mit leichteren Verläufen behandelt, die nicht stationär aufgenommen werden müssen. Leider kann ich dieses Angebot nicht machen, da ich aufgrund meiner reduzierten Praxistätigkeit nicht mehr täglich und kurzfristig erreichbar bin und auch keine Hausbesuche mehr mache. Sie finden qualifizierte homöopathische Ärzte (am besten mit dem Homöopathie-Diplom des DZVhÄ) unter

https://www.homoeopathie-online.info/arztsuche/

 

 

Holen Sie sich nicht ungezielt Rat aus dem Internet; es gehen viele falsche oder nur teilweise richtige Informationen herum.

Hier die offizielle, regional bezogene Informationsquelle, das für den LK Augsburg zuständige staatliche Gesundheitsamt:

https://www.landkreis-augsburg.de/soziales-gesundheit/staatliches-gesundheitsamt/coronavirus/haeufige-fragen-zum-corona-virus/

Überregionale Information des Bundesministeriums für Gesundheit:

https://www.zusammengegencorona.de/

 

 

Bei leichteren Erkrankungen können Sie meine Ratschläge zur Selbstbehandlung befolgen, die Sie weiter unten auf dieser Seite finden. Diese gelten auch für leicht verlaufende Coronaviruserkrankungen (COVID-19). Halten Sie im Erkrankungsfall streng eine häusliche Quarantäne ein und verlassen Sie Ihre Wohnung erst wieder, wenn Sie völlig genesen sind. Bitte befolgen Sie dabei die aktuell geltenden behördlichen Vorschriften!

Ihre homöopathische Ärztin

Silvia Nuvoloni-Buhl

 

 

Tipps zur Selbstmedikation bei leichten Akuterkrankungen

Bild Behandlungsmethode Homöopathie Praxis Frau Dr. Nuvoloni-Buhl

 

Achtung, diese Ratschläge ersetzen keinen ggf. notwendigen Arztbesuch! Wenn Ihre Beschwerden sehr stark sind oder sich trotz Selbstmedikation verschlechtern bzw. Akuterkrankungen nicht innerhalb von 7 bis 10 Tagen abgeklungen sind, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf! Wenn Sie eine hochgradige Nieren- oder Leberfunktionsstörung haben, wenden Sie sich ebenfalls an einen Arzt, bevor Sie Medikamente einnehmen.

Die empfohlenen Medikamente bekommen Sie in der Apotheke. Die genannten Präparate habe ich aus medizinischen Erwägungen (Wirkungsweise, Verträglichkeit) ausgewählt und sollten nicht durch ähnliche Präparate ersetzt werden, da dann die Dosierung und Wirkungsweise u.U. nicht mehr zu meinen Ratschlägen passt.

Sollten Sie eine bekannte Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe der empfohlenen Medikamente haben, dürfen Sie dieses auf keinen Fall einnehmen! Bitte lesen Sie auch vor Einnahme sorgfältig den Beipackzettel durch, um eine evtl. Gegenanzeige/Wechselwirkung erkennen zu können. In einem solchen Fall dürfen Sie das Mittel natürlich nicht einnehmen. Das betrifft auch Schwangerschaft und Stillzeit.

Es werden meist keine homöopathischen Arzneimittel zur Selbstmedikation empfohlen, da viele meiner Patienten unter homöopathischer Konstitutionstherapie stehen und nicht ohne Abstimmung mit mir homöopathische Akutmittel einnehmen sollten. Die hier empfohlenen Maßnahmen sind verträglich mit einer ggf. laufenden homöopathischen Behandlung. Hingegen sollten keine Medikamente angewendet werden, die starke ätherische Öle enthalten (auch nicht als Salbe oder zur Inhalation). Diese können die Wirkung des homöopathischen Mittels stören.

Bitte notieren Sie sich stichpunktartig die Symptome und Modalitäten (wodurch bessern sich die Beschwerden, wodurch verschlechtern sie sich, was war ggf. die Ursache) der Akuterkrankung, damit ich dies bei Ihrer nächsten Konsultation im Hinblick auf den Verlauf beurteilen kann.

Wenn Sie nicht unter homöopathischer Behandlung stehen und schon Erfahrung in homöopathischer Akutbehandlung haben, können Sie zusätzlich zu den empfohlenen Maßnahmen oder stattdessen hier

http://www.homoeopathie-online.info/krankheitsbilder-und-homoeopathie/ 

nach einem passenden Mittel suchen. Dieses dann in der C 12 einnehmen: 2-3 x tgl. 2 Globuli im Mund zergehen lassen. Bei Besserung ausschleichen.

 

 

Akute Erkältung, akuter grippaler Infekt, Halsschmerzen, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Husten

  • Hochdosiertes Zinkpräparat, z.B. Zinkgluconat Verla OTC 20 mg 1 Tablette tgl. (Kinder können Zinkgluconat Verla 10 mg 1 Tablette tgl. bekommen)
  • Symbioflor 1: 3-4 x tgl. 20 Tropfen (Kinder je nach Gewicht zwischen 10-15 Tropfen) einnehmen. Je höher das Fieber bzw. je heftiger die Beschwerden, desto häufiger nehmen.
  • Bei Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung zusätzlich 2 x tgl. 1-2 Tropfen Symbioflor 1 in jedes Nasenloch
  • Bei aktiven Autoimmunerkrankungen oder Krebserkrankungen darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Unter Therapie mit immununterdrückenden Medikamenten (z.B. Chemotherapie, Cortison) darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Bei Nasennebenhöhlenentzündung zusätzlich Sinupret forte 3 x 1 Dragee oder Sinupret extract 3 x 1 Tbl. (Kinder ab 2 J. bekommen Sinupret Saft nach Alter und Gewicht dosiert)
  • Bei unaufschiebbarer Flugreise kurz vor Start und Landung abschwellende Nasentropfen (frei von Cortison und ätherischen Ölen; lassen Sie sich vom Apotheker ein geeignetes Präparat empfehlen) anwenden, um Probleme beim Druckausgleich zu vermeiden.

Ansonsten aber abschwellende Nasentropfen vermeiden, da sie die Schleimhaut schädigen und durch den Rebound-Effekt nach der Wirkphase eine umso stärkere Anschwellung der Nasenschleimhaut provozieren. Wenn unbedingt erforderlich, Anwendung auf 1 Woche begrenzen und abwechselnd das rechte und linke Nasenloch freitropfen, um die Gesamtdosis niedrig zu halten. Sollten Sie jedoch auch bei Mundatmung Atemnot verspüren, sofort einen Arzt aufsuchen!

  • Wenn Husten im Vordergrund steht, Bronchipret oder Prospan einnehmen (Dosierungen nach Beipackzettel); viel trinken!

Keine fiebersenkenden Medikamente nehmen! Fieber ist eine wichtige Waffe des Immunsystems, um die Krankheitserreger zu bekämpfen!  Menschen mit gesundem Herzen verkraften auch Fieber bis 40 Grad für 2-3 Tage, solange sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen können. Der Flüssigkeitsbedarf ist bei Fieber erhöht, also viel trinken!

Ausnahme sind Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die hohes Fieber u.U nicht verkraften. Aber diese Patienten gehören sowieso in ärztliche Behandlung, um zusätzlich erforderliche Diagnostik und Therapie durchführen zu lassen!

 

Mittelohrentzündung

Einseitige, unkomplizierte Mittelohrentzündungen bei Kindern werden heutzutage zunächst ohne Antibiotika behandelt; hierbei sind folgende Maßnahmen hilfreich:

  • Zwiebelsäckchen auf/hinter das betroffene Ohr legen; ausprobieren, ob es erwärmt oder bei Zimmertemperatur gut tut.
  • Symbioflor 1: 3-4 x tgl. 20 Tropfen (Kinder je nach Gewicht zwischen 10-15 Tropfen) einnehmen. Je höher das Fieber bzw. je heftiger die Beschwerden, desto häufiger nehmen.
  • zusätzlich 2x tgl. 1-2Tropfen Symbioflor 1 in jedes Nasenloch
  • Bei aktiven Autoimmunerkrankungen oder Krebserkrankungen darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Unter Therapie mit immununterdrückenden Medikamenten (z.B. Chemotherapie, Cortison) darf kein Symbioflor 1 genommen werden!

Bei Säuglingen oder wenn beide Ohren betroffen sind, den Arzt aufsuchen. Ebenso, wenn Schmerzen und Fieber nicht nach 1-2 Tagen verschwinden oder wenn die Region hinter dem Ohr so anschwillt, dass das Ohr sogar abstehen kann. Hier können sich ansonsten lebensbedrohliche Komplikationen entwickeln!

Abweichend von den heute aktuellen Leitlinien rate ich dazu, fiebersenkende Medikamente (Paracetamol oder Ibuprofen) zu vermeiden! Zwar lassen die Schmerzen dadurch schneller nach, aber das eigene Immunsystem kann nicht optimal arbeiten und die Darmflora wird angegriffen, die Leber belastet. Nicht selten kommt es dazu, dass sich die Mittelohrentzündung auf niedrigem Niveau länger hinzieht, immer wieder aufflackert und dann immer schwieriger auszuheilen ist.

Paracetamol kann überdies bei Überdosierung lebensbedrohliche Leberschäden bei Kindern und Erwachsenen auslösen!

Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) ist bei Kindern nicht zugelassen, da es bei diesen eine lebensbedrohliche Erkrankung (Reye-Syndrom) auslösen kann!

Wenn nach kurzem Krankheitsverlauf die Schmerzen und das Fieber verschwinden und etwas Sekret aus dem betroffenen Ohr läuft, ist das zunächst unbedenklich und stellt die Selbstheilung dar: durch ein kleines Loch im Trommelfell läuft der Eiter ab. Das Loch verschließt sich nach wenigen Tagen spontan. Solange sollte kein Wasser ins Ohr geraten beim Baden. Wenn die Sekretion nicht nach wenigen Tagen aufhört, oder weiterhin Schmerzen und Fieber bestehen, den Arzt aufsuchen!

Auch völlig normal ist es, wenn wenige Wochen nach einer Mittelohrentzündung noch ein Erguss im Mittelohr sitzt, der das Hörvermögen leicht beeinträchtigt. Hier kann als bewährte Indikation Kalium muriaticum D 4 (3 x tgl. 1 Tbl. vor den Mahlzeiten lutschen) versucht werden, wenn Ihr Kind nicht unter konstitutioneller homöopathischer Behandlung steht. Das Mittel soll abgesetzt werden, wenn sich das Hörvermögen normalisiert hat oder wenn es nach 2-3 Wochen zu keiner Besserung geführt hat. Dann bitte auch den Arzt aufsuchen, ebenso bei Schmerzen oder Fieber!

 

Durchfall, Brechdurchfall

  • Symbioflor 1: 3-4 x tgl. 20 Tropfen (Kinder je nach Gewicht zwischen 10-15 Tropfen) einnehmen. Je höher das Fieber bzw. je heftiger die Beschwerden, desto häufiger nehmen.
  • Bei aktiven Autoimmunerkrankungen oder Krebserkrankungen darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Unter Therapie mit immununterdrückenden Medikamenten (z.B. Chemotherapie, Cortison) darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Perenterol (Dosis Erw. und Kind. ergänzen) zusätzlich oder alternativ
  • Bei aktiven Autoimmunerkrankungen oder Krebserkrankungen darf kein Perenterol genommen werden!
  • Unter Therapie mit immununterdrückenden Medikamenten (z.B. Chemotherapie, Cortison) darf kein Perenterol genommen werden!
  • bei starkem Flüssigkeitsverlust Elektrolytlösung (z.B. Elotrans Erwachsene, Oralpädon Kinder)
  • Bei Brechdurchfall Flüssigkeit in kleinen, häufigen Schlucken zuführen. Zu große Portionen können Erbrechen auslösen.
  • Bei Reisedurchfall zusätzlich oder alternativ Okoubaka D 3 (Erwachsene 3 x 10 Tropfen; Kinder 3 x 5 Globuli). Absetzen, wenn Beschwerden abgeklungen sind.

Wenn keine ausreichende Flüssigkeit zugeführt werden kann, Arzt aufsuchen! V.a. bei kleinen Kindern, Säuglingen, Senioren oder schwer chronisch erkrankten Menschen lieber zu früh als zu spät! Das gilt insbesondere, wenn lebenswichtige Medikamente eingenommen werden, die ggf. nicht mehr ausreichend aufgenommen werden.

 

Blasenentzündung

  • Nicht jede Blasenentzündung muss antibiotisch behandelt werden!
  • Erste Maßnahme ist viel zu trinken, auch Blasentees wie z.B. Canephron.
  • Zusätzlich oder alternativ zu Blasentees Kapuzinerkresse, z.B. ANGOCIN® Anti-Infekt N
  • Füße und Blasengegend warm halten, ggf. ansteigende warme Fußbäder
  • Symbioflor 1: 3-4 x tgl. 20 Tropfen (Kinder je nach Gewicht zwischen 10-15 Tropfen) einnehmen. Je heftiger die Beschwerden, desto häufiger nehmen.
  • Bei aktiven Autoimmunerkrankungen oder Krebserkrankungen darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Unter Therapie mit immununterdrückenden Medikamenten (z.B. Chemotherapie, Cortison) darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Wenn die Symptome nicht innerhalb von wenigen Tagen verschwinden oder Fieber und Nierenschmerzen auftreten, den Arzt aufsuchen!
  • Sollten Sie schon Vorschäden an den Nieren haben, gleich den Arzt aufsuchen.

 

 

Homöopathie-Debatte:

Immer wieder melden sich in den Medien Homöopathie-Kritiker zu Wort, meist mit folgenden Behauptungen:

  1. es gäbe keine "guten" Studien, welche die Wirkung der Homöopathie beweisen
  2. die Homöopathie hätte allenfalls Placebowirkung
  3. es gäbe in der Homöopathie keine Qualitätskontrolle
  4. die Anwendung der Homöopathie könne zu gefährlichen Nebenwirkungen führen

zu 1.

Es gibt in der Forschung etliche seriöse, gut gemachte Studien, welche die Wirksamkeit der Homöopathie belegen. Der Wirkmechanismus ansich muß noch wissenschaftlich geklärt werden, aber das gilt auch für viele schulmedizinische Behandlungsansätze.

Näheres dazu auf: http://www.homoeopathie-online.info/die-studien-zeigen-homoeopathie-ist-wirksam/

zu 2.

Jeder praktizierende Homöopath erlebt es, dass unpassend ausgewählte Arzneimittel dem Patienten nicht helfen. Findet der gleiche Arzt beim zweiten oder dritten Anlauf dann doch das richtige Mittel beim gleichen Patienten und der gleichen Erkrankung, kommt es zu einer eindeutigen Verbesserung. Der Patient selber nimmt eine deutlichen Unterschied wahr zwischen der Nichtwirkung einer unpassenden Arznei und der guten, anhaltenden Wirkung der passenden Arznei!

Würde die Homöopathie nur auf Placebowirkung beruhen, gäbe es diese Unterschiede nicht. Nebenbei bemerkt: Auch in der Schulmedizin ist inzwischen erwiesen, dass der Placebo-Effekt eine mehr oder weniger große Rolle spielt, sogar bei Operationen.

zu 3.

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) verfügt über ein differenziertes Qualitätskonzept, das Forschung, Weiterbildung, Fortbildung und die Qualitätskontrolle erbrachter Leistungen umfasst. Das Homöopathie-Diplom des DZVhÄ stellt die Vollausbildung dar und kann zusätzlich zur Zusatzbezeichnung Homöopathie der Ärztekammern erworben werden. ÄrztInnen mit dem Homöopathie-Diplom sind in der Lage, auch Patienten mit komplizierten chronischen Erkrankungen kompetent zu behandeln.

zu 4.

Dieser Punkt widerspricht Punkt 2; wie kann etwas Nebenwirkungen haben, dass angeblich keine Hauptwirkung hat??? Korrekt ist: Die einzigen Nebenwirkungen in der Homöopathie können durch unsachgemäße Anwendung entstehen oder dadurch, dass andere erforderliche medizinische Maßnahmen unterlassen werden. Deswegen gehört die Homöopathie in die Hände fachkundiger Anwender, am besten in die von Ärzten, die über ein solides schulmedizinisches Wissen verfügen und eine seriöse Weiterbildung in Homöopathie absolviert haben.